Nagelsmanns Erfolgsrezepte und wie Sie diese in Ihr Business integrieren
Juli 7, 2024## Macht und soziale Gefüge: Ein Überblick
Juli 14, 2024Intro
„Was hindert Sie , den nächsten Schritt zu gehen? Man legt Ihnen die Krone und das Zepter zu Füßen und Sie magst es nicht aufnehmen.“
So sprach ich neulich mit einer Führungskraft, die sich die nächste Beförderung über viel Fleiß und Engagement redlich verdient hatte und nun aber zögerte. Es hielt sie etwas ihr Unbekanntes zurück. Ein Glaubenssatz, eine innere Fessel , Etwas was es zu ergründen galt, denn objektiv sprach nichts gegen die Beförderung für die es nun anders Zeit war. und keine Umweltfaktoren dagegen sprachen.
Es waren vielmehr unausgesprochene und unbewußte Glaubenssätze, die meinen Coachee fesselten.
Zeit für eine intensivere Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte.
Die unbekannten Fesseln
Mein Coachee hatte keinerlei Kontakt zu seiner Blockade. Er wußte nur, es ging gerade nicht weiter. Und die Begrenzung seines Weiterkommens lag in ihm. Er hatte jedoch keine Ahnung, was die tieferliegenden Gründe waren.
Manchmal wissen wir einfach nicht, woher unsere Gefühle kommen.
Manchmal hat man das Gefühl, man wird von einem unsichtbaren Gewicht zurückgehalten, dass einen nicht weiterkommen lässt, obwohl die Umwelt einem nichts in den Weg stellt.
Also wollten wir beide herausfinden, was die Ursache der Blockade war.
Denn, selbst wenn Sie das Gefühl hast, immer wieder gegen eine unsichtbare Mauer zu laufen und abzuprallen, versichere ich Ihnen, dass jeder Mensch im Stande ist, sich zu verändern.
Jeder von uns kann sich weiterentwickeln, sein Potenzial ausschöpfen und über seine vermeintlichen Grenzen hinauswachsen, dazu müssen wir die hinderlichen und unsichtbaren Muster aufspüren.
Wir haben nicht nur eine physische DNA, sondern auch eine emotionale DNA, die an uns weitergegeben wird. Sie ist generationsübergreifend für unser Entscheidung Gedanken-, Gefühls-, Handlungs-, Reaktion-, und Einstellungsmuster, die unbemerkt unser Leben prägen.
Dies spürst Sie vermutlich durch Ihr intuitives Bauchgefühl. Im Coaching versuche ich, das mit meinen Klientinnen herauszuarbeiten. Manchmal werden wir auch geleitet von vererbten Gefühlen.
Das Ziel ist das eigene emotionale Erbe entschlüsseln!
Aber lass uns gerne ein wenig in die Wissenschaft schauen.
Die Epigenetik ist der Schlüssel
Die Epigenetik ist ein Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Untersuchung von Veränderungen in der Genfunktion befasst, die nicht auf Änderungen der DNA-Sequenz beruhen, sondern durch chemische Modifikationen der DNA und der sie umgebenden Proteine verursacht werden. Diese Modifikationen beeinflussen, wie Gene abgelesen und exprimiert werden, und können durch Umweltfaktoren wie Ernährung, Stress und Lebensstil ausgelöst werden.
Lass uns noch kurz noch tiefer hineingehen.
Was sind die Hauptmechanismen der Epigenetik
1. DNA-Methylierung:
– Methylgruppen werden an die DNA angehängt, meist an Cytosin-Basen in CpG-Dinukleotiden.
– Diese Modifikation kann die Genexpression unterdrücken, indem sie die Bindung von Transkriptionsfaktoren verhindert.
2. Histonmodifikation:
– Histone sind Proteine, um die die DNA gewickelt ist. Modifikationen wie Acetylierung und Methylierung der Histone können die Struktur des Chromatins verändern.
– Acetylierung führt zu einer Lockerung der Chromatinstruktur und fördert die Genexpression, während Methylierung je nach Kontext die Genexpression entweder fördern oder unterdrücken kann.
3. Telomerase-Aktivität:
– Telomere sind die Enden der Chromosomen, die durch das Enzym Telomerase geschützt werden. Epigenetische Faktoren können die Aktivität der Telomerase beeinflussen und somit die Zellalterung und -stabilität regulieren.
Einfluss von Umweltfaktoren
Epigenetische Modifikationen sind stark von Umweltfaktoren abhängig. Beispielsweise können Ernährungsgewohnheiten, Stress und toxische Substanzen epigenetische Veränderungen hervorrufen, die die Genexpression beeinflussen und potenziell an nachfolgende Generationen weitergegeben werden können.
Vererbung epigenetischer Veränderungen
Epigenetische Veränderungen können sowohl während der Mitose (Zellteilung) als auch der Meiose (Bildung von Keimzellen) weitergegeben werden. Dies bedeutet, dass bestimmte epigenetische Markierungen, die durch Umwelteinflüsse entstanden sind, an die Nachkommen vererbt werden können, was zu langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Verhalten führen kann.
Welche Bedeutung hat diese Epigenetik für uns?
Die Epigenetik bietet u.a. Erklärungsansätze für die Entstehung und Vererbung komplexer Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas, Schizophrenie und Krebs, die nicht allein durch genetische Mutationen erklärt werden können. Sie zeigt uns, wie eng unsere Gene mit unseremUmfeld und unserer Umwelt miteinander verknüpft sind und wie Lebensstiländerungen die Genexpression und damit die Gesundheit beeinflussen können.
So liefert uns die Epigenetik ebenso interessante Erkenntnisse zur Vererbung von emotionalen Erfahrungen und Verhaltensweisen über Generationen hinweg:
1. Vererbung traumatischer Erfahrungen:
Studien haben gezeigt, dass traumatische Erlebnisse epigenetische Veränderungen hervorrufen können, die an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Beispielsweise wurde beobachtet, dass Kinder von Müttern, die in ihrer Kindheit vernachlässigt wurden, stärkere Verbindungen zwischen bestimmten Hirnregionen aufweisen, die für die Emotionsregulation wichtig sind.
2. Übertragung über mehrere Generationen:
In Tierversuchen mit Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass traumatische Erfahrungen über bis zu vier Generationen vererbt werden können. Die Nachkommen zeigten ähnliche Verhaltensauffälligkeiten wie ihre traumatisierten Vorfahren, obwohl sie selbst kein Trauma erlebt hatten.
3. Mechanismen der Vererbung:
Als mögliche Mechanismen für die epigenetische Vererbung werden Veränderungen in der RNA und DNA-Methylierung diskutiert, auf die ich oben eingegangen bin. Diese können die Genaktivität beeinflussen, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern.
4. Zeitliche Begrenzung:
Es scheint, dass epigenetische Veränderungen nicht dauerhaft sind. Bei Mäusen verliert sich die Information nach etwa drei bis vier Generationen wieder.
5. Auswirkungen auf psychische Gesundheit:
Epigenetische Veränderungen werden mit einem erhöhten Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen in Verbindung gebracht. Familiäre Häufungen solcher Erkrankungen könnten teilweise durch epigenetische Mechanismen erklärt werden.
6. Potenzial für Therapie:
Forscher hoffen, dass das Verständnis epigenetischer Prozesse neue Wege in der Behandlung psychischer Erkrankungen eröffnen könnte. Möglicherweise lassen sich epigenetische Veränderungen durch gezielte Interventionen beeinflussen.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Forschung in diesem Bereich noch relativ jung ist und viele Fragen offen bleiben. Die genauen Mechanismen und das Ausmaß der epigenetischen Vererbung von Gefühlen und Verhaltensweisen sind noch Gegenstand intensiver Forschung und Diskussion in der wissenschaftlichen Gemeinschaft.
Um unseren emotionalen Bauplan richtig zu lesen, und um uns selbst und unsere Familie besser kennenzulernen, und die persönliche Weiterentwicklung anzustoßen und uns endlich frei fühlen zu können. Überzeugungen, Verhaltensweisen und Blockaden ans Licht bringen• Sprachmuster erkennen und neue entwickeln
Körper und Geist
Unser Körper und unser Geist sind eins, eine zutiefst miteinander verwobene, lebendige Einheit. Es ist ein System, das über einen Überlebensinstinkt verfügt. Dabei ist sein höchstes Ideal der Erhalt des Gleichgewichtszustandes, ein ganzheitliches Wachstum und eine stetige, schrittweise Weiterentwicklung. Unser System wird alles versuchen, was in seiner Macht steht, um seine Ziele zu erreichen.
Wenn ein Ungleichgewicht entsteht, sucht es sich, versucht es ein dynamisches Gleichgewicht, die Homöostase wiederherzustellen und versucht auch in unseren Familienkonstellationen, das wieder einzuführen, was verloren gegangen ist, oder ausgeschlossen wurde.
Wenn es uns gelingt, Probleme innerhalb unseres System auf einer tieferen Ebene zu verstehen, ermöglicht uns dies wichtige Erkenntnisse über unseren derzeitigen Zustand und wir können versuchen uns weiter zu entwickeln.
Bert Hellinger ist ein bedeutender deutscher Psychotherapeut und Mitbegründer der systemischen Aufstellungspraxis. Er erkannte, dass jede individuelle Familie für sich genommen ein System darstellt. Bei den Zulus erkannte er, dass sie kaum neue Rituale hatten, da sie eine starke Verbindung zu ihren Ahnen hatten und sie häufig zu Rate zogen, um so Aufschluss über Ereignisse in der Vergangenheit zu gewinnen und gegenwärtige Ereignisse zu beeinflussen. So erkannte er, dass der Respekt gegenüber dem Familiensystem und dem Bedürfnis, mehr über ungelöste Konflikte innerhalb früherer Generationen zu erfahren, zu einer gesunden Herangehensweise geführt hatte, ein Problem in der Familie und innerhalb des Stammes zu lösen.
Der Verzicht auf Werturteile ist unerlässlich, wenn auch nicht leicht in der Praxis umzusetzen. Denn erst mit der Notlösung aus den Verstrickungen der Muster unseres Familiensystems,können wir offen ein möglich können wir offen an mögliche Probleme herangehen und das Familiengeflecht mit all seinen Facetten unter die Lupe nehmen dies betrifft auch so schwere Themen wie Misshandlungen sexualisierte Gewalt verlassen werden. Freude, Kummer, Liebe und lieblos. In Kombination mit Neugierde und Wissensdurst und dem Wunsch Informationen aufzuspüren, ermöglicht dies den Weg zur Heilung. Versuchen wir hingegen, wie die Ereignisse oder Personen innerhalb eines Systems abzulehnen oder auszublenden und Werturteile zu fällen, blockieren wir unseren Zugriff auf eine Quelle der Erkenntnis und somit auf eine Möglichkeit, unerklärliche Beschränkung unseres Lebens verstehen oder Wegweiser zur Verwirklichung unserer Träume zu finden.
Wenn erst in der Konfrontation mit der Verstrickung unserer uralten Familien Biografie, können wir uns von ihr lösen und damit beginnen, eine neue emotionale DNA aufzubauen.
Familiensystem Systeme können unserer Seele eine Chance bieten, sich weiter zu entwickeln, aber auch uns in ein Dornröschenschlaf versetzen. Wenn wir uns in der Vertrautheit des Systems einrichten und uns einreden: so ist dann nun mal daran lässt sich nichts ändern, befinden wir uns grundlegend in einem systemischen Transzustand.
Wenn wiederkehrende Muster im System unerkannt bleiben, können wir unbewusst Loyalitäten über Mitglieder oder Regeln des Systems entwickeln, an die wir uns blind links halten, auf Kosten unseres eigenen Glücks oder unserer Gesundheit
Systemische Glaubenssätze
In jeder Familie gibt es bestimmte Aussagen, die immer wieder die Runde machen. Es handelt sich dabei um systemische Glaubenssätze, die so oft wiederholt werden, bis wir sie für bare Münzen nehmen und von einer Generation zur nächsten durch reichen.
Jedes System hat seine eigenen systemischen Glaubenssätze entwickelt, was Erfolg und Versagen, Liebe, Beziehungen, Geld, Führung, Karriere, Gesundheit betrifft.
Bert Hellinger hat drei grundlegende Prinzipien oder „Ordnungen der Liebe“ identifiziert:
1. Zugehörigkeit: Jeder Mensch hat das Recht, zu seiner Familie oder seinem System zu gehören. Niemand darf ausgeschlossen werden.
2. Rangordnung: Anerkennung der zeitlichen Reihenfolge in Systemen.
3. Ausgleich von Geben und Nehmen: Wichtigkeit eines ausgewogenen Austauschs in Beziehungen.
Es kann vorkommen, dass ein kollektives Gefühl oder Empfindung Muster wie ein roter Faden durch das gesamte Familiensystem verläuft, zum Beispiel Schuldgefühle, die auf eine bestimmte Begebenheit oder eine Reihe von Ereignissen in der Vergangenheit zurückzuführen sind.
